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Karneval
im schönen Köln
Den Karneval
feiert man in Köln seit 200 Jahren. Man vermutet, der Karneval
habe seinen Ursprung bei den Griechen und Römern, die Dionysos und Saturn
zu Ehren fröhliche Frühlingsfeste feierten. Auch die Germanen feierten
jährlich die Wintersonnenwende als Huldigung der Götter und zur Vertreibung
der Winterdämonen. Später haben die Christen die heidnischen Bräuche
übernommen. Die vorösterliche Fastenzeit wurde mit dem Fasching und
dem Karneval (carne vale = Fleisch lebe wohl!) eingeläutet. Im
Mittelalter dann nahmen die Fastnachtsfreuden, die "Mummerei", oft drastische
Formen an.
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Nachdem
Köln von französischen Revolutionstruppen erobert worden war, erlaubte
die neue Obrigkeit den Einheimischen "de faire son tour", ihre jecken
Umzüge zu machen. Die Preußen, die kurz darauf das Sagen hatten,
waren da viel strenger, was die Kölner aber nicht davon abhielt, ihre
närrische Tradition zu pflegen. In der Folgezeit wurde der Karneval geordnet:
1823 wurde das "Festordnende Komitee" gegründet. Am 10. Februar des Jahres
feierte Köln seinen ersten Rosenmontagszug unter dem Motto "Thronbesteigung
des Helden Carneval" (= unser späterer Prinz Karneval). Mit dabei waren
die Roten Funken, die einstigen Stadtsoldaten, die sich als Gesellschaft
im Kölner Karneval bereits etabliert hatten, das Geckenberndchen von den
Hilligen Knäächte un Mägde, Jan von Werth und Kölner "Bauer und Jungfrau"
als Erinnerung an die ehemals Freie Reichsstadt Köln.
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Damals, wie heute,
steckte ein Mann im Kostüm der holden Jungfrau. Nach der Gründung des
Festkomitees Kölner Karneval waren die Kölner schließlich nicht mehr zu
halten. Eine Karnevalsgesellschaft nach der anderen entstand: 1902
entstand die Ehrengarde, als Begleittruppe von Bauer und Jungfrau. 1906
bekam Prinz Karneval seine Prinzengarde. Weitere Gesellschaften etablierten
sich. Willi Ostermann mit seinen Liedern und die weiteren originellen
Kölner Künstler machten den Kölner Karneval über die Stadtgrenzen
hinaus berühmt.
So ist es noch heute im Karneval:
Gruppen wie die Bläck Fööss,
die Höhner, die Paveier und die Räuber und Redner wie dat Rumpelstilzje
und dä Weltenbummler sind heute Markenzeichen der "Fünften Jahreszeit".
Weltberühmt ist auch der anmutige "Stippeföttchen-Tanz" der Funken,
eine Persiflage auf das stramme Soldatentum. |
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