Funkenmariechen
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Die Funkenmariechen
gibt es schon seit Beginn des Karnevals der Neuzeit. Sie werden
aber erst seit Ende des 19. Jahrhunderts als solche bezeichnet.
Sie geht historisch auf die Marketenderinnen im 30jährigen
Krieg zurück, die mit den Soldaten umherzog und ihnen Waren
und manchmal auch sich selbst verkaufte. Im Reiterkorp Jan von
Werth heißt das Funkenmariechen noch immer Marketenderin,
in anderen Gesellschaften heißt sie Regimentstochter.
Genaugenommen gibt
es Funkenmariechen nur bei den Funken. Aber: Da sich der Name
durchgesetzt hat, wird er auch als Sammelbegriff für all
die süßen Solotänzerinnen verwendet, die auf
den Sitzungen die Beine schwingen.
Funkenmariechen waren
früher keine Frauen, sondern männlichen Geschlechts
(wie die Jungfrau). Erst nach und nach wurden Frauen dazu herangezogen,
ab den 30er Jahren die Regel. |
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Die typische Kleidung
eines Tanz- oder Funkemariechens besteht aus Perücke, einer
Uniformjacke, dazu ein meist kurzer Rock (oft plissiert), Strumpfhose,
Spitzen- oder Rüschenhöschen bzw. Ballettbody.
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Tanzmariechen findet
man heute in nahezu jedem Karnevals-, Fasching- und Fasnachtsverein
in Deutschland, Belgien und Holland. Sie treten einzeln, paarweise
mit Tanzoffizieren oder zu mehreren in Tanzgarden auf, oft zu Marsch-
oder Polkamusik.
In der Formation
geschieht dies teilweise mit Tanzschritten aus dem früheren
Girlstanz, wogegen beim Solotanz Elemente aus dem Bodenturnen (Flic-flac,
Spagat) eingefügt werden.
Im karnevalistischen Tanzsport (Gardetanz) werden regionale, Landes-
oder Deutsche Meisterschaften von den Dachverbänden BDK und
DVG der Tanzmariechen in den Altersgruppen "Jugend", "Junioren",
"Senioren" bzw. "Aktive" ausgetragen.
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