Kölner Karneval und Globalisierung


Der Kölner Karneval ist ein Exportschlager. Das Kölner Umland und die Gebiete, die ehemals zu Kur-Köln gehörten, stehen fest in der Tradition des Kölner "Frohsinns". Im weiten Umland regieren Dreigestirne oder Karnevalsprinzen das närrische Volk, treten Stadtsoldaten als Funken auf, bringen Büttenredner die Jecken zum Lachen und erfreuen Tanzcorps Jung und Alt. Der "Fastelovend" ist Gemeinschaftsgut des Rheinlandes und hat seine spezifischen örtlichen Eigenheiten, orientiert sich aber häufig an den Geflogenheiten der Karnevalshochburg Köln. Insbesondere die bekannten Kölner Gruppen und Sänger sind begehrte Gäste im weiten Umland. Aber auch das Umland befruchtet den Kölner Karneval. Viele ehemaligen und aktuellen Büttenredner kommen aus der "Provinz" und bringen Stimmung in die Kölner Säle, insbesondere auch dann, wenn der Vortag im breitesten "Platt" erfolgt. Der Boor us dem Vörjebirg und Et Tusnellche sind solche Stimmungskanonen.

Noch bevor man deutschlandweit von Globalisierung redete, hatte der Kölner Karneval Landes- und Staatsgrenzen überschritten. So nahmen Abordnungen Kölner Traditionscorps an der Steuben-Parade in New York teil. Zur Karnevalszeit besuchen Abordnungen deutschsprachiger Karnevalsvereine aus vielen Kontinenten Köln mit seinem grenzüberschreitenden Frohsinn. Karnevalisten aus Kanada, Südafrika, den USA werden ebenso gesichtet wie Jecke aus Neuseeland und Australien. Und viele erscheinen im vollen Ornat

Tradition ist es in Köln, dass der Oberbürgermeister zu Rosenmontag Vertreter des diplomatischen und consularischen Corps in das Rathaus einlädt. Gemeinsam wird dann gefeiert, gejubelt und geschunkelt. Vertreter der ausländischen Presse werden durch KölnTourismus betreut. Der Ruf "Kamelle" ist dann auf englisch, französisch, chinesisch oder japanisch zu hören. Wahrhaft eine Globalisierung des Frohsinns.

 

 

 

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