Karnevalslieder

Musikgruppen im Kölner Karneval

Nicht nur der Karneval lebt von der kölschen Musik. Ohne die eingängigen Rhythmen der Kölner Musik mit den oft einfachen, teils etwas anzüglichen Texten ist Köln und ist der Karneval in Köln nicht denkbar - und dies ruft Kritik hervor.

So bezeichnet Wolfgang Niedecken von BAP die Kölner Bands unentwegt leicht abschätzig als "Karnevalskapellen", was aber - soweit es abschätzig ist - so gut wie kein echter Kölner teilt.

Die meisten Bands im Karneval machen auch keineswegs nur ihre Karnevalsmusik, sondern sind im Gegenteil das ganze Jahr außerhalb der Session in ihrem spezifischen Metier völlig unkarnevalistisch unterwegs. Nicht wenige kamen zum Karneval wie die Jungfrau zum Kinde.

Kölner Musik

 

 

 

Hier die bekanntesten Kölner Gruppen:

Die 3 Colonias

Die 3 Colonias

Die 3 Colonias sind seit mehr als 35 Jahren auf der Bühne, wenn auch in unterschiedlicher Besetzung.

Ohrwürmer wie „Bier un nen Appelkorn“ oder „Ja die Oma will nach Palma“ und „Es war in Königswinter“ stammt aus ihrer Feder, die in ganz Deutschland gesungen werden. Oliver Hoff bleibt unvergessen als köstlicher Imitator von Willy Millowitsch; Frank Morawa persifliert unnachahmlich Erlebnisse aus den Karneval. Anders als manch andere Combo sind die 3 Colonias nicht nur zur Karnevalszeit gefragt, sondern sie werden über das ganze Jahr hinweg für die unterschiedlichsten Veranstaltungen gebucht.

Sie haben es sogar geschafft, in der Kölner Kleinkunstbühne Senftöpfchen präsent zu sein und das Publikum mit ihrem Humor und ihren Parodien zu Lachstürmen hinzureißen. Im Senftöpfchen auftreten zu dürfen ist schon eine besondere Ehre, die nur ausgewählten Künstlern zugutekommt.

Wer mehr über dieses Trio erfahren will, der schaut mal hier: Die 3 Colonias auf Karnevalslieder.de

Nebenstehend: Eine Autogrammkarte der 3 Colonias aus frühen Tagen.

 

Bläck Fööss ("Nackte Füße")

Die Bläck Fööss (übersetzt: Nackte Füße) sind die älteste und wohl auch überregional bekannteste und auch die wahrscheinlich beliebteste Kölner Band. Sie decken vom frühen Rock'n'Roll bis zur aktuellen Musik nahezu jede Stilrichtung ab. Sie hatten eine Vorreiterrolle. Während früher die Willi Ostermann - Lieder den Sitzungskarneval dominierten, haben die Bläck Fööss der zeitgenössichen Musik den Weg in die offiziellen Sitzungssäle geöffnet.

Mehr zu der bekanntesten Kölner Musikgruppe erfahren Sie hier: Bläck Fööss

 

Tommes

Die Band Tommes mischt erst seit kurzer Zeit im Karneval mit. Mit eingängigen Melodien und originellen Texten haben sie sich aber bereits in kürzester Zeit eine kleine, aber feine Fanbasis aufgebaut. Ihre erste CD "Bützoffizier", welche nur in kleine Stückzahl produziert wurde, ist heißbegehrt. Bekannt sind die 4 Musiker insbesondere für ihre ausgefallene wilde Bühnenshow. Man muss sie live sehen!

Hier geht es zur Seite von Tommes: Klick.

Und hier finden Sie weitere Informationen zu der Band auf der Seite Karnevalslieder.de:

Tommes auf Karnevalslieder.de.

Brings

Brings klingt zwar wie "Bringe es!", ist aber der Name des Lead-Sänger Peter Brings. Brings ist eine erst in neuerer Zeit in den Karneval vorgerückte, zwischenzeitlich sehr bekannte Kölner Kölschrock-Band. Die Band besteht neben Peter Brings aus den fünf Musikern Harry Alfter, Christian Blüm (Sohn von Norbert Blüm) und Kai Engel (der Sohn von "Ex-Fööss" Thomas "Tommy" Engel) und einem weiteren Musiker, dessen Name streng geheim gehalten wird (angeblich auch ein "Brings").

Gegründet wurde die Band im Jahr 1991, damals noch mit Matthias Gottschalk am Schlagzeug und ohne Kai Engel. Die Band startete sehr erfolgreich, u.a. mit einem Auftritt bei Rock am Ring, und galt als große Hoffnung der deutschen Rockmusik. Ein Höhepunkt war eine nahezu ausverkaufte Kölner Sporthalle im Jahre 1993. Über die Jahre ist Brings zu einer lokalen Größe gewachsen. Allerdings hatte die Band immer damit zu kämpfen, mit BAP verglichen zu werden, wobei eventuell auch eine Rolle spielte, dass einige der Alben von Klaus Major Heuser, damals Gitarrist bei BAP, produziert wurden.

Nachdem es etwas ruhig um die Band geworden war, kam im Jahr 2000 mit dem an Those were the days my friend angelehnte Superjeilezick der mit Abstand größte Hit. Insbesondere im Karneval wurde der Song ein Dauerbrenner. Nach diesem Überraschungserfolg kam es zu einer erheblichen Änderung des musikalischen Stils weg vom klassischen Rock hin zu einer Party- und Stimmungsmusik. In der Karnevalsession 2004 landete die Band mit Poppe Kaate Danze einen weiteren kleineren Hit.

Heute ist Brings daher vor allem im Kölner Karneval auf den meisten größeren und kleineren Karnevalsveranstaltung vertreten.

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Und hier geht es zur Seite des Brings-Fanclubs: Klick.

 

De Höhner ("Hühner")

Höhner ist Kölsch für Hühner und passt absolut zu der bunten Band aus dem tiefsten Köln. Die Höhner sind nach den Bläck Fööss die bekannteste Kölner "Karnevalskapelle" (Niedecken), mit teilweise auch überregionalen Hits. Die Band wurde 1972 von Peter Werner und Janus Fröhlich gegründet. Der Name rührt daher, dass die Bandmitglieder in den ersten Jahren Hühnerkostümen und Federn ins Publikum warfen. Heute entschuldigen sie dies damit: "Wir waren jung und brauchten das Geld..."

Ihre Lieder sind in Kölsch geschrieben, der wohl überlegensten Deutschen Mundart, welche allein von ihrem Klang her die Herzen der Menschen zum Jubeln anregt. Das Repertoire der Band umfasst eine Mischung aus Schlager, Pop und teils auch Rock. Nachdem die Band zunächst in erster Linie im Kölner Raum für Furore sorgte und hier sich zunächst auf die Karnevalsmusik konzentrierte, ist sie durch zahlreiche Hits (Echte Fründe ston zusamme, Pizza wunderbar, Viva Colonia, Die Karawane zieht weiter) inzwischen auch überregional bekannt. Selbst in Amerika schunkelt man zu ihren Rythmen.

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Paveier ("Pflasterer")

Paveier ist franzöisch für Pflasterer (französisch pavé für Straßenpflaster) und geht auf eine Bezeichnung aus der napoleonischen Zeit zurück, als viele französische Begriffe Einzug in den kölschen Dialekt fanden. Die stattlichen Jungs von den Paveiern lassen so manches Mädchen- Herz höher schlagen. Auch unter den Kölner Schwulen gelten sie als "echte Männer", die kölschen Beat und Rock machen. Gegründet wurde die Band bereits 1983. Mittlerweile gehören sie zu den bekanntesten Formationen im Kölner Karneval.

Die Paveier sind bekannt für ihren stimmungsvollen kölschen Lieder, die allzu gekonnt die für Rheinländer typische Gratwanderung der Gefühle zwischen Lachen und "Kriesche" (= kölsch für Weinen) meistern.

Die Seite der Paveier findet ihr hier: Klick.

 

De Räuber

De Räuber gehören in der Kölner Musikszene längst zur Garde der Unentbehrlichen, sind als Stimmungsmacher geschätzt und umworben. Durch Ihre musikalische Vielfalt lassen sie Altersgrenzen verschwinden. Sie stehen für sämtliche Musikrichtungen wie Reggae, Balladen, Märsche, Walzer, Rock, Country oder auch A-Capella Gesang.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Natürlich gibt es noch andere kölsche Musikgruppen! Diese sollen in Zukunft hier vorgestellt werden. Wer Interesse daran hat, dies zu tun, der melde sich bitte.

Mitarbeit ist stets gewünscht.

 

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