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Nubbelverbrennung "Et jecke kölsche Völkche flennt, wenn Diensdachnaach d'r Nubbel brennt." Am Aschermittoch ist alles vorbei. Doch zum Ausklang der tollen Tage hauen die Jecken noch einmal richtig auf die Pauke oder - wie die Kölner sagen - schlagen kräftig auf die dicke Trumm (= Trommel).. Die Nubbelverbennung wird zur finalen Fete des Karnevals.
Innerhalb der Mauern Kölns ist die Nubbelverbrennung zunächst aus 1913 bekannt. In Buchheim wurde von der Kölner Verwaltung eine ganze Kirmes verboten, nur weil eine Nubbel-Verbrennung auf dem Programm stand. Die Kirmes fiel zwar offiziell aus; der Zacheies (spätere Nubbel) brannte aber dennoch! Dieser Brauch hat aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg wirklich endgültig Eingang in den Kölner Karneval gefunden, wobei nicht auszumachen ist, wo, wie und wann er zum ersten Mal zum Ende des Karnevals zelebriert wurde. In der Nacht von Karnevalsdienstag auf Aschermittwoch wird heutzutage in der gesamten Region dieser Brauch der Nubbelbverbrennung gepflegt und weiter entwickelt. Zur Verbrennung des "Nubbel" wird zunächst eine Anklageschrift vorgetragen, meistens in Mundart und zumindest teilweise auch gereimt. Der Ankläger ist als Geistlicher verkleidet. Zunächst verteidigt die Menge den Nubbel, am Ende ist sie aber von seiner Schuld überzeugt und fordert Rache. Die Anklage gipfelt dann beispielsweise in rhetorischen Fragen wie: "Wer ist Schuld, dass wir unser ganzes Geld versoffen haben? Wer ist Schuld, dass wir fremd gegangen sind?". Die johlende Menge antwortet dem Redner dann stets mit einem schallenden "Dat wör der Nubbel!", "Der Nubbel ist dat schuld!" oder "Er soll brennen!, der Nubbel!". Nach dem Volksglauben werden mit dem Nubbel auch alle in der Karnevalszeit begangenen Sünden und Verfehlungen ausgetilgt. Nach der Nubbelverbrennung geht es wieder zurück in die Kneipe und es wird zu Karnevalsmusik weitergefeiert, bis schließlich am Morgen der Aschermittwoch beginnt und die Karnevalszeit vorbei ist. |
Das Thema dieser Seite ist die Nubbelverbrennung
Nubbel * Nubbelverbennung * Zacheies * Karnevalsdienstag * Verbrennung