August Kopisch

(geb. 26.5.1799 Breslau; gest. 6.2.1853 Berlin)

Der aus einer großbürgerlichen Kaufmannsfamilie stammende Kopisch verließ das Breslauer Gymnasium vorzeitig, um an den Kunstakademien von Prag (1815-17), Wien (1818-19) und Dresden (1821-24) Malerei zu studieren. Er fand aber am Akademiebetrieb wenig Gefallen, schwankte zwischen bildender Kunst, Literatur und Wissenschaft, wandte sich zunehmend zur Dichtung. Eine beim Malen hinderliche Handverletzung war Vorwand für einen längeren Genesungsaufenthalt in Italien (1824-29). Die Malerei gab er dabei zwar nicht völlig auf, hauptsächlich bearbeitete und übersetzte er aber neapolitanische Komödien und wurde mit dem anonymen Volksgut des Südens vertraut. Zudem betätigte er sich als Experte bei Kunstkäufen für deutsche Besucher und als Cicerone in Neapel, z.B. für den späteren preußischen König Friedrich Wilhelm IV. Die Begegnung mit Platen 1827 führte ihn zu intensiver Hinwendung zur Antike.

1829 kehrte er nach Breslau zurück, dort nahm er aktiv teil am künstlerischen Leben des »Breslauer Künstlervereins« um Eichendorff, Freytag, Holtei, Hoffmann von Fallersleben; auch in der Berliner Abendgesellschaft glänzte er als Rezitator und Gelegenheitsdichter. Von Friedrich Wilhelm IV. erhielt er eine Jahrespension; er war im Hofmarschallamt als Kunstexperte tätig.

Für Kölnverdient gemacht hat er sich durch die Gedichtfassung der Kölner Sage der Heinzelmännchen. Näheres dazu finden Sie hier.

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Die Heinzelmännchen zu Köln * Kölner Sagen und Geschichten