|
Der Kölsche Klüngel Norbert Burger, ehemaliger Oberbürgermeister von Köln, definierte ihn so:Klüngel ist das Ausräumen von Schwierigkeiten im Vorfeld von Entscheidungen. Der Klüngel gehört zu Köln wie das Kölsch oder der Dom. Als Kölner Klüngel oder auch "Kölscher Klüngel" wird in Köln ein besonders ausgeprägtes System auf Gegenseitigkeit beruhender Hilfeleistungen und Gefälligkeiten bezeichnet, die zur Vermischung von gesellschaftlichen, politischen und industriellen Interessen führen, also zur Korruption mutieren kann. Im Alltagsgebrauch ist Klüngel im Kölner Raum allerdings auch positiv besetzt, im Sinne von eine Hand wäscht die andere oder "Wer sich kennt, der hilft sich".
Nach 1815 gehörte Köln zu Preußen, und es soll seriöser zugegangen sein. So galt beispielsweise die Regel, dass niemals Vater und Sohn gleichzeitig ein Amt im Rat bekleiden durften. Politische Würdenträger sollten wohlhabend und damit unempfindlich für illegitime Geldeinnahmen im Amt sein. Anfang des 20. Jahrhunderts prägte Konrad Adenauer, der Oberbürgermeister, die Parole Mer kennt sisch, mer hilft sisch. Und dabei ist es in Köln bis heute geblieben... Durchaus im positiven Sinne! |
Das Thema dieser Seite ist der Kölsche Klüngel.