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Bild vom Kölner Prinz Karneval

In der heutigen Form feiert man in Köln seit 200 Jahren Karneval. Die Karnevalszeit ist die Zeit vor der Fastenzeit vor Ostern. Durch Papst Gregor wurde um das Jahr 600 der Aschermittwoch als Beginn der Fastenzeit festgesetzt. Der Tag zuvor wurde als Fastnacht bezeichnet, weil in der Nacht dieses Tages, um 24 Uhr, die Fastenzeit begann. Diesem Fasten voran ging ein mehrtätiges heiteres Feiern.

Man vermutet, dass der Karneval seinen Ursprung bei den Griechen und Römern hat, die Dionysos und Saturn zu Ehren fröhliche Frühlingsfeste feierten. Manche sehen den Ursprung gar bei den Ägyptern. Auch germanische Einflüsse liegen nahe. Die Germanen feierten jedes Jahr die Wintersonnenwende als Huldigung der Götter und zur Vertreibung der Winterdämonen. Später haben die Christen die heidnischen Bräuche übernommen. Die vorösterliche Fastenzeit wurde mit dem Fasching und dem Karneval (carne vale = Fleisch lebe wohl!) eingeläutet. Im Mittelalter dann nahmen die Fastnachtsfreuden oft drastische Formen an. Ein feuchtfröhliches Treiben war Karneval also damals schon.

Nachdem Köln von den französischen Truppen der Revolution erobert worden war, erlaubte die neue Obrigkeit den Einheimischen „de faire son tour“. Sie durften ihre jecken Umzüge machen. Die Preußen, die kurz darauf das Sagen hatten, waren da viel strenger, was die Kölner indes nicht davon abhielt, ihre närrische Tradition weiter zu pflegen.

In der Folgezeit wurde der Karneval geordnet: 1823 wurde das „Festordnende Komitee“ gegründet. Am 10. Februar des Jahres feierte Köln seinen ersten Rosenmontagszug unter dem Motto „Thronbesteigung des Helden Carneval“ (= unser späterer Prinz Karneval). Bereits damals trugen die begeisterten Kölner originelle Karnevalskostüme und säumten zu Zehntausenden begeistert den Zugweg. Bei dem Rosenmontagszug mit dabei waren die Roten Funken, die einstigen Stadtsoldaten, die sich als Gesellschaft im Kölner Karneval bereits etabliert hatten, das Geckenberndchen von den Hilligen Knäächte und Mägde, Jan von Werth und Kölner „Bauer und Jungfrau“ als Erinnerung an die ehemals Freie Reichsstadt Köln. Damals, wie heute, steckte ein Mann im Kostüm der holden Jungfrau. Nach der Gründung des Festkomitees Kölner Karneval waren die Kölner schließlich nicht mehr zu halten. Eine Karnevalsgesellschaft nach der anderen entstand: 1902 entstand die Ehrengarde, als Begleittruppe von Bauer und Jungfrau. 1906 bekam Prinz Karneval seine Prinzengarde. Weitere Gesellschaften etablierten sich. Willi Ostermann mit seinen Liedern und die weiteren originellen Kölner Künstler machten den Kölner Karneval über die Stadtgrenzen hinaus berühmt. So ist es noch heute: Gruppen wie die Bläck Fööss, die Höhner, die Paveier und de Räuber und Büttenredner wie dat Rumpelstilzje und dä Weltenbummler sind heute Markenzeichen der „Fünften Jahreszeit“. Weltberühmt ist auch der anmutige „Stippeföttchen-Tanz“ der Funken, eine Persiflage auf das stramme Soldatentum.