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Geckenberndchen

Geckenberndchen

Das Geckenberndchen (Jeckebääntche, Jecke Berntgen, Jecke Berndchen, Gecken-Bähntche) ist eine zentrale Figur der Tanzgruppe „Hellige Knäächte un Mädge“ und somit des Kölner Karnevals. Mit seiner Narrenkappe, seinem dem Prinzengewand ähnlichen Umhang, seinem Schild mit dem Kölner Stadtwappen und seinem krummen Schwert unterscheidet er sich fundamental von den Jungen und Mädchen der bekannten Tanzgruppe. Bei Umzügen und Auftritten ist er immer vornweg und macht seine Faxen.

Über den Ursprung dieser Figur gibt es verschiedene Versionen und Mutmaßungen: So ordnet man sie dem Schützenwesen zu. Auf Schützenfesten soll Jeckebääntche vormals durch seine Späße und Sprünge, tanzend, springend und neckend die Schießergebnisse kommentiert haben. Andererseits soll er gemeinsam mit den Heiligen Knechten und Mägden die Pfarrprozessionen angeführt und spaßig ordnend den Weg freigemacht haben. Zudem wird seine Präsenz auf Kirchweihfesten und auch bei nichtreligiösen Feiern angenommen, wo er durch seine Späße zur Kurzweil der Besucher beigetragen haben soll.

Manche Deuter gehen sogar soweit, die Figur in der Tradition der altjüdischen Überlieferung zu sehen. Denn schon König David soll vor der Bundeslade getanzt haben, so wie das Jeckebääntche zur Ehre Gottes während der Pfarrprozession. Wieder andere vermuten, dass der römische Satyr oder aber Dionysos und Bacchus Pate standen.

Wie dem auch sei: Seit 1823 zieht Jeckebääntche als eine Art Hofnarr mit den Hellige Knäächte und Mägde durch die jecke Session in Köln.

Übrigens: Warum der Name „Bernd“ –„Bääntche“ gewählt wurde, ist nicht überliefert.

Bild vom Geckenberndchen aus dem Kölner Karneval